Forschungsprojekt am Institut

Elektronische Osteosynthese-Implantate
Osteosynthese-Implantate werden bei der Behandlung von Knochenbrüchen zur Stabilisierung der Fraktur und Reposition der Knochenfragmente eingesetzt. Ziel ist dabei eine möglichst schnelle Heilung und geringe Einschränkung der Patienten. Das klassische Verfahren zur Beurteilung des Heilungsverlaufs ist die Röntgendiagnostik. Dieses Bildgebungsverfahren erlaubt allerdings nur eingeschränkte Rückschlüsse auf die mechanische Belastbarkeit der Fraktur. Darüber hinaus geht das Verfahren mit einer Strahlenbelastung einher, die die Anzahl der Untersuchungen begrenzt.

Um eine genauere Überwachung des Heilungsverlaufs zu ermöglichen, wird am IIC ein elektronisch instrumentiertes Osteosynthese-Implantat entwickelt, welches die mechanische Belastung mit einem Dehnungsmessstreifen aufnimmt. Ein autonomer Betrieb des Implantats soll eine kontinuierliche Messung und Warnung der Patienten bei Überlastung der Fraktur ermöglichen. Die notwendige Miniaturisierung der Elektronik wird durch Integration des Sensorinterfaces, der Datenverarbeitung, der Steuerung und weiterer Komponenten in einem ASIC realisiert. Das Implantat wird induktiv mit Energie versorgt und ermöglicht eine drahtlose Datenübertragung.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen: 13GW0199C).

Ansprechpartner: M. Sc. Christian Adam